Die Grafik zeigt die Entwicklung der gesetzlich geregelten Normalarbeitszeit in Wochenstunden.
Im Jahr 1919 wurde der 8-Stundentag bei einer 6-Tagewoche eingeführt. Die Forderung “8 Stunden Arbeit, 8 Stunden Freizeit, 8 Stunden Schlaf” gab es seit 1890.
In den frühen 1970er Jahren setzten die Gewerkschaften in einem Generalkollektivvertrag die schrittweise Reduktion auf die 40 Stundenwoche durch.
2020 fordern die Beschäftigten und Gewerkschaften die 35-Stundenwoche im Pflege- und Sozialbereich.
Die Grafik zeigt die durchschnittliche, wöchentliche Normalsarbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten im Jahr 2018
Österreich ist im EU-Vergleich nach Großbritannien und Zypern an der Spitze der langen Arbeitszeiten
Quelle: Arbeitskräfteerhebung, Eurostat
Die Grafik zeigt die zeitliche Entwicklung der Wochenstunden von Vollzeitbeschäftigten von 2005-2018
Österreichs verzeichnete in den letzten Jahren eine positive Entwicklung, wonach die durchschnittliche Wochenarbeitszeit rückläufig war (u.U. auch durch die schwache Konjunktur).
Dennoch arbeiten Menschen in Österreich deutlich länger als im EU-15-Schnitt und auch als in Deutschland.
Quelle: Arbeitskräfteerhebung, Eurostat
Die Grafik zeigt die Zahl der geleisteten Überstunden im Jahr 2018 (in Mio.) nach Bildungsabschlüssen und Alter. Insgesamt waren es rund 255 Mio. Überstunden.
Die meisten Überstunden werden von Menschen mit einem Lehrabschluss geleistet. Viele sind auf die Überstunden-Zuschläge angewiesen.
Quelle: Arbeitskräfteerhebung, Statistik Austria (Sonderauswertung)
Die Grafik zeigt den Anteil von unvergüteten an den gesamt geleisteten Mehr- und Überstunden in Österreich nach Branche und Geschlecht für 2018
Nicht vergütet bedeutet, dass die Überstunde weder in Zeit noch in Geld abgegolten ist
Im Durchschnitt ist etwa jede 6. Überstunde in Österreich unvergütet
Quelle: Arbeitskräfteerhebung, Statistik Austria
Die Grafik zeigt den Anteil der unselbständig Beschäftigten, die innerhalb der letzten 2 Monate außerhalb der Arbeitszeit bezüglich ihrer Arbeit kontaktiert wurden.
Mehr als die Hälfte der Beschäftigten wurden in irgendeiner Form kontaktiert und/oder zur Mehrarbeit aufgefordert. Der Anteil der Kontaktaufnahme steigt mit der ausgeübten Tätigkeit.
Quelle: Statistik Austria (2016): Arbeitsorganisation und Arbeitszeitgestaltung, Modul der Arbeitskräfteerhebung 2015, S. 45
Die Grafik zeigt die Arbeitszeitwünsche nach ausgewählten Berufsgruppen in Prozent.
Während die meisten Beschäftigten mit ihrer Arbeitszeit zufrieden sind, würden viele Menschen gerne ihre Arbeitszeit verkürzen. Nur wenige würden gerne mehr arbeiten, vor allem in Branchen mit hohem Teilzeitanteil.
Quelle: Statistik Austria (2016): Arbeitsorganisation und Arbeitszeitgestaltung, Modul der Arbeitskräfteerhebung 2015, S. 37
Die Grafik zeigt die Arbeitszeitwünsche nach Beschäftigungsausmaß (Vollzeit/Teilzeit) und nach Geschlecht
Ein Viertel der Vollzeiterwerbstätigen wünscht sich, weniger zu arbeiten, wohingegen mehr als jede(r) fünfte Teilzeiterwerbstätige gerne mehr arbeiten würde. Arbeiten Männer in Teilzeit, so wollen sie um etwa fünf Prozentpunkte häufiger ihre Arbeitsstunden aufstocken als Frauen.
Quelle: Statistik Austria (2016): Arbeitsorganisation und Arbeitszeitgestaltung, Modul der Arbeitskräfteerhebung 2015, S. 107ff
Die Grafik zeigt die Gründe von Männern und Frauen für Teilzeitarbeit.
Der hauptsächliche Grund für Teilzeitarbeit von Frauen sind Betreuungs- und Pflegeverpflichtungen, während bei Männern Aus- und Fortbildung ein wichtiger Grund für Teilzeit ist.
Vor allem für Frauen ist eine Ausweitung der Arbeitszeit praktisch nicht mit weiteren Verpflichtungen vereinbar, da unbezahlte Arbeit zum überwiegenden Teil von Frauen geleistet wird. Eine gleiche Aufteilung der Verpflichtungen zwischen den Geschlechtern ist eine Grundvoraussetzung für eine erhöhte Erwerbsbeteiligung von Frauen.
Quelle: Mikrozensus 2018, Statistik Austria